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Nach der Wende kam Annett zum ersten Mal mit Muslimen in Kontakt. Die 40-jährige Lehrerin ist in der DDR aufgewachsen, wo Religion für sie keine Rolle spielte. Vor 13 Jahren konvertierte sie in Kairo zum Islam. Bald darauf entschied sie sich, das Kopftuch zu tragen — ein großer Schritt, der nicht ohne Folgen für ihre Karriere geblieben ist.

In der vierteiligen Fotofilm-Serie “Und dann wurde ich Muslim” porträtiert Michael Hauri Deutsche, die zum Islam gekommen sind.

Und dann wurde ich Muslim (2/4)

Islam-Konvertiten
Serie

Projektbeschreibung

Seit dem Beginn des 21. Jhd. ist der Islam ein weltweit kontrovers diskutiertes Thema, unabhängig davon, ob es um die Politik der islamisch geprägten Länder oder das Leben von Muslimen in Europa geht. Auch wenn die Geschichte des Islams in Deutschland weiter zurück reicht als die Einwanderung von so genannten Gastarbeitern aus dem ehemaligen Jugoslawien, der Türkei und Nordafrika, so sind die muslimischen Religionen in Westeuropa erst in den letzten Jahren intensiv betrachtet worden.

Die Muslime in Deutschland sind konfessionell, soziologisch und auch ethnisch gesehen sehr heterogen. So bildet der türkische Gastarbeiter aus einem bildungsfernen Hintergrund in Ostanatolien nur ein Stereotyp, der der Realität in keiner Weise gerecht werden kann. Zwar machen türkischstämmige Muslime den größten Anteil unter den Muslimen in Deutschland aus, jedoch ist bereits diese Gruppe äusserst vielfältig und in sich multikulturell.

Eine besondere Aufmerksamkeit wird zur Zeit der Gruppe der so genannten Konvertiten zuteil. Dies sind Menschen jeglicher Herkunft, die nicht mit dem Islam als Religion aufwachsen und in ihrer Jugend oder als Erwachsene zu diesem Glauben kommen.

Der Islam gilt als weltweit am schnellsten wachsende Religion, und es besteht kein Zweifel daran, dass Muslime in Deutschland und aus Deutschland in Zukunft eine größere Rolle in unserer Gesellschaft spielen werden. Aber was für Menschen sind es, die sich für den Islam entscheiden? In der Serie "Und dann wurde ich Muslim" porträtiert Michael Hauri vier Deutsche, die zum Islam gekommen sind in verschiedenen Situationen ihres Lebens. Sie kommen dabei selbst zu Wort und erzählen uns, warum sie Muslima oder Muslim geworden sind, auf was für Reaktionen sie in Deutschland gestoßen sind und wie sie sich die Zukunft erhoffen.