Springen Sie direkt:

After the War

Soccer for Life
4:33 min

Beruf: Hausmann

An der Basis
02:45

Der Cash-Fan

berlinfolgen
2:55min

Der Fahrraddoktor

berlinfolgen
2:42 min

Der Obdachlose

berlinfolgen
3:01 min

Die Countrysängerin

berlinfolgen
2:45 min

Die Ersten auf dem Platz

Afghanistan
08:12

Die Individualistinnen

berlinfolgen
2:10

Die neue Zeit

An der Basis
02:56

Digitale Nomaden

Einzelne Beiträge
6:01 min

EMPÖRT

Occupy-Proteste
04:04

Flucht aus Tibet

Talking Photography
07:25

From Protest to Soccer

Soccer for Life
4:23 min

Grob unvernünftig

An der Basis
02:13

Island of Struggle

Soccer for Life
7:08 min

Nicht nur meckern

An der Basis
02:58

Planspiele

An der Basis
2:38

Stille Nacht

Afghanistan

Taxi to Capetown

Soccer for Life
4:24 min

Verliebt, verlobt, verheiratet

Dügün heißt Hochzeit
15:37 min

Weltweit fordert eine Generation mehr Demokratie ein. Nur wie lässt sich dieses Anliegen konkret umsetzen? Pierre Kaskys hat aus Frankreich die Idee des „Porteur de Paroles“ mit nach Berlin gebracht. Er geht auf die Straße und stellt Passanten eine einfache Frage: „Was ist für Sie echte Demokratie?“ Ein Augenschein.

EMPÖRT

von Sebastian Dörfler

Occupy-Proteste
Story
 

„Wie ein Forum im Internet, nur im öffentlichen Raum“ – so beschreibt Pierre Kaskys die Aktion „Porteur de Paroles“: Per Pappschild und Edding will er die Menschen dazu bringen, sich wieder über allgemeine Fragen auszutauschen. Denn von denen an der Macht fühlt er sich nicht beachtet: "Wenn wir nicht etwas tun, wird es keiner für uns tun."

Pierre ist in Straßburg aufgewachsen und zog als Erasmus-Student vor ein paar Jahren nach Berlin. Heute ist er Unternehmensberater. „Die Methoden aus meinem Job haben bestimmt dazu beigetragen, die Bewegung effizienter zu machen“, sagt er. Pierre bespielt die Internetseite pad-company.posterous.com. Sybille Jean hat ihn bei einer der Aktionen kennengelernt und ist seitdem ebenfalls mit an Bord der Proteste für mehr Demokratie.

Doch was für Chancen auf Veränderung haben die eigentlich? Albrecht von Lucke, Redakteur bei den „Blättern für deutsche und internationale Politik“ ist skeptisch: Aufgwachsen unter der Devise "es gibt keine Alternative zum real existierenden Kapitalismus" habe diese Generation verinnerlicht, dass jeder sich selbst der nächste sei. Erst jetzt, den eigenen sozialen Abstieg vor Augen, beginne langsam die Suche nach einer Alternative.

Die Erfolgsaussichten dieser neuen Verständigung über das Allgemeinwohl sind jedoch begrenzt, sagt von Lucke: „Die Individualisierung – das zwangsläufige 'Schauen nach sich selbst' – hat sich die letzten 30 Jahre mental so stark eingegraben, dass ich nicht glaube, dass wir uns so schnell davon befreien können.“

Ein Film von Sebastian Dörfler
Fotografie/Video: Anna Bauer & Lukas Kawa 
Produktion: Michael Hauri